Halten die Oligarchen zu Janukowitsch?
Dec. 30th, 2013 12:13 amHalten die Oligarchen zu Janukowitsch?
Janukowitsch (l.) und Achmetow bei der Eröffnung des Fußballstadions von Donetsk im August 2009. (Bildquelle: picture-alliance/ dpa)
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Janukowitsch (l.) und Achmetow bei der Eröffnung des Fußballstadions von Donetsk im August 2009.
Zwar verfolgen Janukowitsch und die Oligarchen in der derzeitigen Situation das gleiche Ziel: Sie wollen den Status quo erhalten und ungestört ihr Business betreiben. Doch könnte nach bald drei Wochen Dauerprotest im Land der "point of no return" erreicht sein, meint Savin. Sicher sei, dass Janukowitsch nicht allein entscheiden könne und auf die Rückendeckung von Leuten wie Achmetow angewiesen sei. Womöglich hätten die Oligarchen darauf gedrungen, dass Janukowitsch Gesprächsbereitschaft gegenüber der Opposition zeigt.
Auch der französische Politik-Berater Thomas Eymond-Laritaz geht von großem Einfluss der Oligarchen in der derzeitigen Lage aus: "Sie könnten eine entscheidende Rolle bei der Lösung der Krise spielen. Wenn 'ihre' Abgeordneten gegen die Regierung stimmen, dann könnte sie fallen."
Ohnehin bilden die Oligarchengruppen keinen einheitlichen Block. Sie hielten sich auch bislang schon nicht nur an Janukowitsch: "Ukrainische Oligarchen sind sehr opportunistisch und setzen nicht allein auf ein Pferd. Sogar jene aus Janukowitschs Umfeld unterstützten in der Vergangenheit auch die Opposition. Sie würden die Seiten wechseln, wenn Janukowitsch schwach und unpopulär wird. Sie fürchten soziale Unruhen, die zum wirtschaftlichen Kollaps und zum Wertverlust ihres Besitzes führen könnten", sagt die Wirtschaftsexpertin Gnedina.
Hier und da gibt es bereits Hinweise, dass Janukowitsch Unterstützung verliert. So berichten die meisten Medien unter Kontrolle der Oligarchen ausführlich über die Proteste. Auch gab es Spekulationen, dass sich Firtasch und Ljowotschkin mitsamt ihren Abgeordneten von Janukowitsch absetzen wollten. Beim Misstrauensvotum im Parlament allerdings standen sie hinter der Regierung Janukowitschs.
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Janukowitsch (l.) und Achmetow bei der Eröffnung des Fußballstadions von Donetsk im August 2009. (Bildquelle: picture-alliance/ dpa)
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Zwar verfolgen Janukowitsch und die Oligarchen in der derzeitigen Situation das gleiche Ziel: Sie wollen den Status quo erhalten und ungestört ihr Business betreiben. Doch könnte nach bald drei Wochen Dauerprotest im Land der "point of no return" erreicht sein, meint Savin. Sicher sei, dass Janukowitsch nicht allein entscheiden könne und auf die Rückendeckung von Leuten wie Achmetow angewiesen sei. Womöglich hätten die Oligarchen darauf gedrungen, dass Janukowitsch Gesprächsbereitschaft gegenüber der Opposition zeigt.
Auch der französische Politik-Berater Thomas Eymond-Laritaz geht von großem Einfluss der Oligarchen in der derzeitigen Lage aus: "Sie könnten eine entscheidende Rolle bei der Lösung der Krise spielen. Wenn 'ihre' Abgeordneten gegen die Regierung stimmen, dann könnte sie fallen."
Ohnehin bilden die Oligarchengruppen keinen einheitlichen Block. Sie hielten sich auch bislang schon nicht nur an Janukowitsch: "Ukrainische Oligarchen sind sehr opportunistisch und setzen nicht allein auf ein Pferd. Sogar jene aus Janukowitschs Umfeld unterstützten in der Vergangenheit auch die Opposition. Sie würden die Seiten wechseln, wenn Janukowitsch schwach und unpopulär wird. Sie fürchten soziale Unruhen, die zum wirtschaftlichen Kollaps und zum Wertverlust ihres Besitzes führen könnten", sagt die Wirtschaftsexpertin Gnedina.
Hier und da gibt es bereits Hinweise, dass Janukowitsch Unterstützung verliert. So berichten die meisten Medien unter Kontrolle der Oligarchen ausführlich über die Proteste. Auch gab es Spekulationen, dass sich Firtasch und Ljowotschkin mitsamt ihren Abgeordneten von Janukowitsch absetzen wollten. Beim Misstrauensvotum im Parlament allerdings standen sie hinter der Regierung Janukowitschs.
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